Meditation im FunSportZentrum – Auf Entdeckungsreise ins INNERE

Das Thema Meditation ist in aller Munde. Schon längst steht die Jahrtausende alte, spirituelle Praxis nicht mehr ausschliesslich orangefarben gekleideten Mönchen und anderen Anhängern fernöstlicher Religionen zu, die durch sie zur Erleuchtung gelangen möchten. Auch in der westlichen Hemisphäre hat die Praxis eine Vielzahl von Anhänger gefunden, die die Meditation oft jenseits jeglicher spirituellen und religiösen Bestrebungen, einfach “nur” zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens praktizieren wollen.

Wie Meditation das allgemeine Wohlbefinden beeinflusst, das weiß vor allem unsere Kursleiterin Juliane Mangold. Mit Ihrem Meditationskurs, der am 4. März bei uns im FunSportZentrum startet, möchte Sie euch auf eine Entdeckungsreise in euer Inneres mitnehmen. Im Interview mit FUNaktiv spricht Sie über ihren “Burn-Out”, wie Meditation ihr wieder zu mehr Achtsamkeit verhalf und warum wir alle öfter mal in unser “Inneres” horchen sollten.

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Hallo Juliane! Vielen Dank, dass du Zeit für dieses Interview gefunden hast. Da einige unserer Mitglieder dich noch nicht so wirklich kennen, wäre es doch schön, wenn du uns für den Einstieg erstmal was über dich erzählst: Wer bist du, was beschäftigt dich und wie kamst du dazu, bei uns im FunSportZentrum Kornwestheim anzufangen?

Hi Andy! Schön, dass wir die Möglichkeit für ein Interview haben. Nachdem ich acht Jahre in der Industrie vergeblich nach meinem Sinn suchte und zum Schluss sogar in eine Krise rutschte, habe ich mich 2018 selbstständig gemacht. Viele Menschen haben mir durch diese schwere Zeit geholfen, aber auch die Wiederentdeckung der Meditation – eine Praxis die ich schon als Kind in Thailand erlernen durfte –  spielte auf meinem Weg zu einer achtsameren Lebensweise eine bedeutende Rolle.

Das Schöne am Freiberuf ist, dass du frei bist in dem was du tust. Also habe ich am Anfang alles mögliche im Kursbetrieb ausprobiert, wo ich sowohl meine beruflichen als auch private Stärken ins Spiel bringen konnte. Als man 2018 im FunSportZentrum nach einer neuen Zumba Trainerin suchte, war für mich schnell klar, dass ich das machen wollte.

Zumba – und damit Tanz – ist meine große Leidenschaft! Ich habe im Alter von vier Jahren mit dem Ballett angefangen. Seitdem ist kaum ein Tag vergangen, an dem ich nicht getanzt habe. Doch trotz großer Leidenschaft, sehe ich Tanzen eher als Hobby. Und so kam es, dass die Meditation mit der Zeit immer mehr in den Fokus meiner beruflichen Bestrebungen gerückt ist.

Heute unterrichte ich Meditation sowohl im betrieblichen Umfeld, als auch in verschiedenen Studios und Gesundheitseinrichtungen. Dass ich auch bei der Meditation meine Musikalität mit einbinden kann, ist für mich natürlich umso schöner.

Auf die Frage was mich beschäftigt, fällt mir gerade nur eines ein: Dass ich immer noch auf der Suche bin zu verstehen, wohin wir alle überhaupt gehen. Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass ich letztens im Urlaub das Buch “ICH ist nicht Gehirn“ vom Philosophen Markus Gabriel verschlungen habe.

Das klingt nach ein paar aufregenden und erkenntnisreichen Jahren, die du da durchlebt hast. Auf der Suche nach dem Sinn deines Lebens bist du deinem Ziel durch die Wiederentdeckung der regelmäßigen Meditation sicherlich ein großes Stück näher gekommen. Wie hat die Wiederaufnahme dieser Praxis deinen Alltag bzw. dein Bewusstsein seit deinem „Ausstieg aus der Industrie“ verändert?

Ich genieße es sehr, immer öfter das Gefühl zu haben, auf dem richtigen Weg zu sein.

Steve Jobs sagte: “ In der Meditation erkenne ich Dinge, die ich schon längst hätte erkennen können.“ Die regelmäßige Meditation zeigt mir immer wieder, dass Selbstfürsorge und Selbsterkenntnis, absolute Voraussetzungen für ein gesundes und zufriedenes Leben sind. Doch Selbstdisziplin war noch nie so schwer wie heute. Wer sich im Zeitalter der ständigen Ablenkung, Konsum und rascher Veränderung keine Zeit für Ruhe nimmt, der bekommt sie auch nicht. Das gilt für uns alle glaube ich, vom Schulkind bis zum Rentner.

Konkret heißt das, dass ich mit mir selbst “Ruhe-Termine” ausmache, z.B. für Erholung und Meditation. Manchmal mit und manchmal ohne andere Personen. Aber stets ohne Handy oder Computer. Es mag sich zunächst etwas komisch anfühlen, solche Termine mit sich selbst zu vereinbaren. Menschen mit vielen Verpflichtungen, sehen solche Termine vielleicht sogar als egoistisch an. Deshalb sind die Meditations-Stunden ein Anfang, da man diese Termine nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit Gleichgesinnten vereinbart.

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Dass Selbstfürsorge und Selbsterkenntnis Voraussetzung eines gesunden und zufriedenen Lebens sind, klingt ja eigentlich ganz einleuchtend. Doch im Zeitalter der ständigen Erreichbarkeit, rücken diese wichtigen Aspekte leider immer mehr in den Hintergrund. Meditation ist eine Jahrtausende alte Praxis, mit welcher der Fokus wieder auf das Wesentliche gelenkt werden soll. Diese Beschreibung ist natürlich sehr wage, denn Meditation kann sicherlich noch viel mehr. Vielleicht erzählst du uns doch einfach mal, was Meditation ist und welche Ziele sie verfolgt?

Um diese Fragen zu beantworten, gehen manche Menschen wochenlang in Kloster oder machen entsprechende Weiterbildungen. Meine Antwort hier, wird sicherlich auch nicht vollständig sein, aber ich versuche es trotzdem mal: Die Antwort auf das, was Meditation ist, ist mindestens genauso vielschichtig auf die Frage, was Sport ist. Zumindest gibt es sicherlich genauso viele Meditations-Techniken wie Sportarten.

Heutzutage verstehen wir hierzulande unter Meditation die Fähigkeit, den Geist zu beruhigen. Dies schafft man zum Beispiel mit Musik, (Natur-)Klängen, dem Atem, mit Körpergefühl oder beim Gehen. Am schönsten ist es jedoch in absoluter Stille. Das geht aber erst, wenn man schon sehr viel geübt hat. Es läuft ja auch niemand einen Marathon, ohne sich ausreichend dafür vorzubereiten.

Das einfache Ziel in der Meditation ist, zumindest anfänglich, die Entspannung. Viele von uns haben verlernt, wie man richtig entspannt. Wer kann denn heutzutage noch ohne Musik, Netflix oder anderen “Hilfsmitteln” entspannen? Wenn wir es schaffen unsere Gedanken zu beobachten, diese gezielt weniger werden zu lassen, erkennen worüber wir überhaupt nachdenken und uns mehr auf das “Hier und Jetzt” konzentrieren, vielleicht auch einfach mal nur den Atem oder die warme Umgebung wertschätzen, dann kommt die Ruhe auch im Immunsystem an.

Mit der Zeit werden viele Meditierende weniger anfällig für Stress und schlafen besser. Wie Meditation wirkt, ist allerdings bei jedem eine neue Entdeckungsreise. Irgendwann macht man die Meditation um der Meditations willen. Erkenntnisse hier gehen oft ins Philosophische. Das kann aber nicht der Anspruch an einen einstündigen, wöchentlich stattfindenden Meditationskurs sein.

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Das klingt ganz schön spannend, aber genau das macht eine Entdeckungsreise ja auch aus. Auf diese Entdeckungsreise willst du zukünftig auch unsere Mitglieder im FunSportZentrum mitnehmen. Dein Kurs “Meditation” startet bereits am 4. März und ist sicherlich eine tolle Ergänzung zum bereits bestehenden Kursprogramm im FUN! Was erwartet unsere Mitglieder und warum sollten sie deinen Kurs – abgesehen von den Gründen, die du oben bereits genannt hast – unbedingt mal ausprobieren?

Man kann noch so viele YouTube-Meditationen ausprobieren, in der Gruppe zu meditieren hat einfach eine ganz andere Dynamik und vereinfacht das Erlernen verschiedener Meditationstechniken ungemein. Von daher ist der Kurs sowohl für bereits Meditierende, als auch für Anfänger geeignet, aber auch für diejenigen, die meinen: “Meditation ist nichts für mich!“ Die Mitglieder kommen ins FunSportZentrum, um etwas für ihre Gesundheit zu tun und da passt Entspannung und “geplante Ruhe” genauso hinein wie andere Kurse, bei denen der Fokus mehr auf dynamischer, körperlicher Aktivität liegt.

Meine Meditations-Stunden sind dafür bekannt, dass sie sehr undogmatisch sind. Ich betone oft, dass es kein richtig oder falsch gibt. Damit jeder überhaupt mal die Möglichkeit hat herauszufinden, was zu ihm passt, möchte ich in meinem Kurs viele unterschiedliche Meditationstechniken vorstellen. Zum Beispiel Meditation mit dem Atem, Geräuschen, Body Scan, Farben, im Gehen, Metta Meditation oder Visualisierung.

Zur Einstimmung der Meditationsstunde habe ich oft meine Handpan dabei, um uns alle erst einmal vom “Äußeren” ins “Innere unseres Körpers” zu holen. Allein um sich mal von besänftigenden Klängen der Handpan berieseln zu lassen, lohnt es sich in meinem Kurs vorbeizuschauen.

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Bei so vielen verschiedenen Meditationstechniken findet jeder mit der Zeit sicherlich das, was für ihn am besten funktioniert – und langweilig wird einem dabei bestimmt auch nicht! Mit deiner Handpan führst du Leute langsam ins Innere ihres Körpers. Was erwartet einen im Inneren seines Körpers und warum lohnt es sich öfters mal nach “Innen” zu schauen?

Im “Innen“ finde ich mein phänomenales Bewusstsein. Ich finde heraus was und wie ich empfinde, sowohl körperlich, als auch mental oder emotional. Warum es sich lohnen könnte öfters mal nach Innen zu schauen beantwortet jeder ganz persönlich. Manche Menschen lernen so ihren Körper und dessen Signale richtig wahrzunehmen. Andere entdecken vielleicht die ein oder andere ungefühlte, unausgelebte Emotion. Und andere wiederum lernen zu verstehen, welche Gedanken Sie eigentlich beschäftigen. Ich gehöre übrigens tendenziell zur letzten Variante. Auf lange Sicht wollen wir aber natürlich alle drei “Bereiche“ in Einklang bringen.

Warum es sich sicher “lohnt“ ist die selbe Begründung wie die, weshalb wir Sport machen. Es tut gut und ist gesund. Wir versuchen unseren Körper und unsere Gefühle zu verstehen, bevor es zu spät ist.

Es tut gut und ist gesund, mehr muss man eigentlich (zumindest vorerst) nicht wissen. Juliane, ich bedanke mich recht herzlich für deine Zeit und diesen herzlichen Austausch. Mich persönlich hast du mit diesem Interview schon sehr neugierig auf deinen Kurs gemacht! Zum Schluss wird es hier bei FUNaktiv immer noch ein bisschen persönlicher. Erzähle uns doch mal, wie ein perfekter Tag für dich aussieht?

Das ist eine spannende Frage, auch für mich. Ich komme gerade aus meinem Urlaub in Thailand mit Dennis, meinem Partner zurück. Dort haben wir oft perfekte Tage erlebt. Als Selbstständige erlebe ich aber auch beim Arbeiten viele perfekte Tage.

Optimal würde mein Tag mit Meditation und einer philosophischen Lektüre beim Frühstück beginnen. Dann gehe ich zur achtsamen Mittagspause in ein, zwei Firmen und habe im Anschluss noch Zeit für ein Burnout-Präventionsgespräch, bevor ich am Abend zu einem Tanz- oder Meditations-Kurs in ein Studio fahre. Den Abend lasse ich dann genussvoll mit Dennis ausklingen. Vielleicht machen wir zusammen Musik. An einem anderen perfekten Tag treffe ich mich mit einer Freundin oder meiner Schwester.

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Ihr wollt mehr über die Themen Meditation & Burnout-Prävention wissen? Dann schaut doch mal auf Juliane’s Website www.meedi.eu vorbei! Und auf Ihrem Instagramfeed @juliane_for_meedi könnt ihr Juliane auf Ihrem Weg zu einem achtsameren Lebensstil begleiten!

Das Interview führte: Andy Sittner

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